WEPHOTA Baryt-Papierfilm

Letzte Woche hat mir Heribert Schain, von SPUR Photo, einen 120er WEPHOTA Baryt-Papierfilm (ISO1,5/3) zugespielt, den ich gestern in meiner Lochkamera, der fishmann XVI (30mm Bildweite bei einer Lochgröße von 150), bzw. der Rollfimkassette 6×7 von Linhof, eingespult habe.

Die Verarbeitung hat ausschließlich in totaler Dunkelheit oder aber maximal bei indirektem Rotlicht zu erfolgen. Vor dem Einspulen, durfte ich den Film am Anfang zuschneiden, dass er auch in Spulenkörper passt. Der Film hat, anders wie die mir bisher bekannten Filme keine Verjüngungen. Gesagt getan, dann ging das mit dem Einspulen leicht von statten. Jetzt weiß ich, dass bis zum ersten Bild der Mechanismus mehrfach betätigt werden muss, dann erst rastet er ein und das Fenster steht auf dem ersten Bildnummer. Und genau hier tun sich die ersten Hürden auf, der Film ist nicht so lang, bzw. hat keinen Vorlauf, es geht direkt los. Fazit, ich habe so 4 Aufnahmen verschwendet, bedingt durch den Mechanismus der Kassette. Nun gut, bei den ersten beiden Aufnahmen hatte ich vergessen den Schieber rauszunehmen, so sind die beiden Aufnahmen auch nicht auf dem Film. So blieben mir genau 4 Aufnahmen, die allerdings sehen auf dem jetzt noch nassen Film, sehr ansprechend aus. Ich habe jetzt 4 Negative auf einem Barytträger. Sobald die getrocknet sind, werden sie eingescannt und in Positive gewandelt. Die werde ich dann hier einfügen, doch bis es soweit ist, steht erst mal das Trocknen an erster Stelle. Vielleicht wäre eine meiner anderen Lochkameras, Mittelformat, besser gewesen, da die keine Kassette besitzen, doch das rote Filmfenster ist tabu, bzw. muss abgeklebt werden. Das macht das Vorspulen auch nicht einfacher.

Für die Entwicklung wird ein handelsüblicher Positiventwickler benötigt. Ich hatte mit zum ersten Mal für Heribert Schains Paper Dur Green Entwickler entschieden. Auf dem Datenblatt stand bei einem Mischungsverhältnis 1:9, solle man 90 sek. entwickeln. Als Zugabe für Barytpapier, weitere 30 sek. Also nach 2 min. ist der Spuk vorbei, dann noch stoppen, fixieren, wässern und trocknen.

Übrigens habe ich den Film in eine Entwicklungsdose eingefädelt. Ich habe den Eindruck, der Papierfilm ist schmaler als normaler Film, denn er rutscht leicht von den Führungen. Wie dem auch sei, ein lustiges Experiment, aber leider nicht meine zukünftige erste Wahl. Ich komme zwar in den Langzeitbereich, das allerdings ist bei meinem verwendeten Film, dem Rollei Otho mit 12 ASA (ich belichte auf 6 ASA), auch gegeben. Über den Preis des Papierfilm weiß ich nichts.

Das ist hier meine persönliche Meinung und soll keinesfalls dazu dienen, irgend jemanden davon abhalten seine eigenen Erfahrungen zu machen.

Ich finde die eingescannten Bilder sind lange nicht so „scharf“ wie ich es vom Film gewohnt bin. Dies unterstreicht aber den Lochkamerabild – Charakter um so mehr.

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